1 Tipp pro Tag rund um den Wasserschutz

Es gibt nur ein einziges Wasser-System auf unserem Heimatplaneten, obschon wir meist nur einzelne Meere, Seen, Flüsse oder Bächlein wahrnehmen. Wird Wasser irgendwo auf unserer Welt verschmutzt oder vergiftet, ist es nur eine Frage der Zeit, bis andere Teile unserer Erde – auch an weit entfernten Orten – damit in Berührung kommen.

Weil ohne sauberes Wasser kein Leben (und ja, auch kein Wirtschaften) möglich ist, ist es also unsere Pflicht, mit Wasser verantwortungsvoll umzugehen. Das Tolle daran: Bereits im Alltag können wir mit einfachen Gewohnheiten zum Schutz vom Wasserkreislauf und unserer Zukunft beitragen.

 

«Wasser ist die Materie und Matrix des Lebens, Mutter und Medium. Ohne Wasser gibt es kein Leben.»

Zitat: Hermann Lahm

Vorab

Wir führen diesen Blog unabhängig.

Um Beispiele zu geben, erwähnen wir ab und zu Unternehmen oder Organisationen. Das tun wir aus Überzeugung. Für Weiterempfehlungen innerhalb des Blogs erhalten wir kein Geld. Kennst du ein Projekt, das du weiterempfehlen magst oder hast einen nachhaltigen Tipp? Schreib uns an hello@greenpick.ch, wir freuen uns darauf.

1. September

Wertschätze sauberes Trinkwasser.

150 bis 180 Liter pro Person und Tag beträgt durchschnittlich unser privater Wasserverbrauch. Auch wenn wir als Wasserschloss Schweiz privilegiert sind, erinnere dich immer mal wieder an folgendes: Nur 0,2 Prozent des weltweiten Wasservorrats sind als Trinkwasser verfügbar (Stadt Zürich). Bevor Wasser in unsere Leitungen gepumpt werden kann, muss es sehr aufwändig aufbereitet werden (vgl. z.B. Reinigungsprozess vom Klärwerk Werdhölzli).

2. September

Stell beim Einseifen das Wasser ab.

Gutes Einseifen beim Händewaschen sind wir uns inzwischen ja gewohnt. Indem wir dabei das Wasser abstellen, können wir sorgsam mit dieser kostbaren Ressource umgehen. Ebenfalls hilfreich: ein Thermostat. Er kann die Wassertemperatur gradgenau regulieren. So kannst du Wasser und Zeit beim Einstellen der Wohlfühltemperatur sparen. Bild: Leif Christoph Gottwald

3. September

Das gehört NICHT in den Abfluss.

Auch wenn sie durch den Abfluss passen würden: Speisereste, Bratfett, Salatsauce, Farbreste, Katzensand, Lösungsmittel, Maschinenöl oder sonstige Substanzen, die mit Warnhinweisen versehen sind, sollten nie in den Wasserkreislauf gelangen. Sie belasten das Wasser und erschweren die Wiederaufbereitung (vgl. 5-stufige Wiederaufbereitung). Zudem: Auch wenn das heisse Öl in der Pfanne zunächst flüssig ist, wird es hart, sobald es erkaltet. Da Fette nicht wasserlöslich sind, lagern sie sich mit der Zeit an den Rohrwänden ab und verstopfen diese. Entsorge daher diese Dinge im Bio-, Haus- oder Sondermüll. Bild: Nathan Dumlao

4. September

Für unser Grundwasser hochbedenklich.

1 Zigarettenstummel enthält bis zu 4000 Chemikalien und der Mix aus Toxinen kann bis zu 1000 Liter Wasser verunreinigen. Mit dem Wasser gelangen die Stoffe in unsere Flüsse und von da zum Beispiel in die Nordsee oder ins Mittelmeer, wo sie verheerende Folgeschäden anrichten. Gemäss dem Schweizerischen Zentrum für angewandte Ökotoxikologie können «bei einer Konzentration von einem Zigarettenstummel pro Liter Wasser 50% der dort lebenden Fische sterben.» Andere Wasserorganismen würden gar noch sensitiver auf die Giftstoffe reagieren. Mal abgesehen davon, dass die Kippen nicht biologisch abbaubar sind und das Mikroplastikproblem verschärfen… (vgl. Bericht der WHO) Bild: Ray Reyes

5. September

Entsorge Medikamente fachgerecht.

Die meisten Medikamente wie Tabletten, Kapseln, Salben oder flüssige Arzneimittel bauen sich nur schwer ab. Viele der darin enthaltenen Wirkstoffe können erst die Kläranlagen der Zukunft herausfiltern (mehr dazu hier). So gelangen diese in den Wasserkreislauf und belasten das Ökosystem Wasser mit all seinen Lebewesen. Deshalb: Frage bei nicht mehr benötigten oder abgelaufene Medikamenten kurz bei deiner Apotheke nach, wie du sie fachgerecht entsorgen kannst (meist im Hausmüll, evtl. gibt es eine Rücknahme). Bild: Melany

 

6. September

Reinige Camper + Co. nur in der Waschanlage.

Wasche deinen Camper oder Mietauto nicht auf dem privaten Garagenvorplatz oder am Strassenrand. Dort können Reinigungsmittel, aber auch Ölreste ins Grundwasser gelangen. Wasche dein Gefährt stets in der offiziellen Autowaschanlage. Für sie gelten strenge Auflagen zur Wasseraufbereitung und sie führen einen geschlossenen Wasserkreislauf. Bild: Adrian Dascal

 

7. September

Schütze den Regenwald – unser globale Wasserspeicher.

Hast du gewusst: Die Wolken, die sich über dem Meereswasser bilden, regnen zwar an Land ab, aber über nicht bewaldeten Flächen reicht diese Entfernung gerade einmal einige 100 Kilometer weit (vgl. Green Boots). Darum sind Regenwälder für unsere Zukunft so wichtig: Erst grosse Waldgebiete können genügend Feuchtigkeit speichern, so dass über den Wasserkreislauf Regenmassen generiert werden, die anderswo auf der Welt z.B. Landwirtschaft ermöglichen. Mit der Abholzung der Regenwälder trocknen Landmassen aus!  Über einen bewussten Konsum oder mit einem Beitrag an Regenwaldschutzprojekte (z.B. an den Schweizer Verein Green Boots) kannst du zum Regenwald- und Wasserschutz beitragen. Bild: Tracey Hocking

8. September

Verzichte möglichst auf Aluminium.

Der Aluminium-Baustoff Bauxit wird im Regenwald abgebaut. Mit einem enorm hohen Energieaufwand und viel Chemie (Natronlauge) wird daraus Aluminiumoxid gewonnen (vgl. Global 2000). Eine grossflächige Abholzung für Alufolie muss nicht sein: Dein Grillgut zum Beispiel kannst du einfach auf eine Bratplatte (z.B. aus Speckstein), in eine Grillpfanne oder direkt auf den Rost legen. Und für die Grillkartoffeln? Einfach Kartoffel ohne etwas Drumherum in die Glut legen. Reste vom Grillfest passen wunderbar in wiederverwendbare Boxen oder lassen sich ins Wachstuch einpacken. Bild: Mehrsa Saberi

 

9. September

Unterstütze Agroforstwirtschaft anstatt Monokulturen.

Durchschnittlich 11 Kilogramm Schokolade pro Jahr naschen Schweizer*innen. Auch wir lieben Schoggi, mussten uns aber bewusst werden: «54 Prozent [...] der Kakaoimporte der Schweiz stammen aus Ländern mit hohem oder sehr hohem Entwaldungsrisiko. Die mit den Kakaoimporten der Schweiz verbundenen Treibhausgasemissionen aus Landnutzungsänderungen betrugen durchschnittlich 879’000 CO2-Äquivalente pro Jahr.» (Quelle: WWF, Importierte Abholzung) Die dunkle Seite der Schokolade zeigt dir auch Public Eye auf. Was du tun kannst: Beziehe Schokolade und Kaffee von Anbietern, die direkt mit Kleinbauern zusammen arbeiten und diese bei der Agroforstwirtschaft unterstützen (#beantobar). Bild: Kristinana Pinne

10. September

Regional, saisonal und möglichst pflanzlich.

Tipp von Simone Kobel, Gründerin vom Regenwaldschutzverein Green Boots: «Kraftfutter wie Mais und Soja wird in Regenwaldgebieten (v.a. Brasilien) angebaut und für die Mast unserer Nutztiere in die Schweiz exportiert (280'000 Tonnen Soja pro Jahr). Fakt ist: Der Regenwald ist überhaupt nicht geeignet für die intensive Landwirtschaft! Die Hummusschicht ist viel zu dünn, es muss mit viel Dünger und Pestizideinsatz gearbeitet werden. Nach 2 bis 3 Jahren sind die Böden ausgelaugt und erodiert. Dann muss erneut Regenwald abgeholzt werden.» – Jedenfalls: Eine gesunde und nachhaltige Ernährung muss nicht kompliziert sein: Du findest immer mehr Bio-, Hof- und Unverpacktläden in deiner Nähe und kannst Gemüse und Früchte frisch vom Feld zu dir nach Hause oder in ein Depot liefern lassen.

11. September

... und «bio - logisch».

Mit dem Kauf von Lebensmitteln aus biodynamischem Anbau tust du nicht nur deiner Gesundheit etwas Gutes: du unterstützt einen gesunden Wasserkreislauf. In 1 Gramm gesunder Erde wuseln ca. 1 Milliarde Mikroorganismen und Regenwürmer sorgen dafür, dass der Boden locker bleibt (vgl. z.B. Wurmhumus). So kann Regenwasser gut versickern, Pflanzen können ohne künstlichen Dünger gedeihen und unser Grundwasser wird nicht zusätzlich belastet (vgl. z.B. Nitrat im Grundwasser im Kanton Luzern).

12. September

Verzichte auf Chemikalien im eigenen Garten.

Deine Garten- oder Balkonpflanzen können ohne synthetischen Pflanzenschutzmittel wunderbar gedeihen. Nachhelfen kannst du mit natürlichem Dünger aus dem Bioladen oder eigenem Kompost. Mit einem Wurmkomposter kannst du gar deinen eigenen Bioabfall direkt zu nährstoffreichem Dünger verwandeln. Wurmkomposter findest du beispielsweise bei KompotoiNaturwurm und bei WormUp gar auch für die urbane Küche.

13. September

Lass dir von «Nützlingen» helfen.

Der Einsatz von sogenannten «Nützlingen» (z.B. Marienkäferlarven) ist die umweltfreundlichste und natürlichste Schädlingsbekämpfung (z.B. gegen Blattläuse). Pionier und Experte in diesem Gebiet ist der Biogarten Andermatt. Dazu ist auch dieser 10vor10-Beitrag spannend. Das Hochbeet Basel Team hat weitere Tipps: «Brennesseln helfen gegen Blattläuse & Spinnmilben und stärken die Pflanzen. Gegen Schnecken helfen Bierfallen oder man liest sie einfach ab.»

 

14. September

Fange Regenwasser auf.

Garten- und Balkonpflanzen lieben Regenwasser. Fange Regenwasser auf und beglücke deine Pflanzen damit, anstatt aufbereitetes Trinkwasser vom Gartenschlauch abzuzapfen. Auch in der Küche kannst du zum Beispiel beim Waschen von Gemüse Wasser auffangen und zum Giessen nutzen. Achte grundsätzlich darauf, den Wasserhahn nicht unnötig laufen zu lassen. Bild: Markus Spiske

15. September

Putze günstig und ökologisch mit Hausmitteln.

Du möchtest beim Putzen und Waschen auf bedenkliche Chemie-Keulen verzichten? Das ist nicht schwer. Mit diesen altbewährten Hausmitteln kannst du günstig und umweltfreundlich sauber machen: Natron, Zitronensäure, Waschsoda, Kernseife, Essigessenz bzw. Putz-Essig und wenn du magst, ätherische Öle wie zum Beispiel Orange, Jasmin oder Lavendel. Du findest sie in Natur-Drogerien oder Unverpacktläden. Oder schau mal bei Uni Sapon oder ZHAM vorbei. Keine Lust selber zu putzen? Dann lass dir vom Valeriana Team helfen.

16. September

Befreie den Abfluss ohne Chemie.

Auch verstopfte Abflüsse brauchen keine teuren Chemie-Cocktails. Versuche 1 Liter kochendes Wasser in den Abfluss zu giessen, gefolgt von 4 EL Waschsoda und dann 8-10 EL Essig. Nach 20 Minuten Einwirkzeit mit heissem Wasser nachspülen. Super easy und ganz ohne Chemie geht das Rohrreinigen mit einem TwistOut Abflussstab. Einfach Holzstab mit zugespitzter Seite in den Abfluss stecken, einige Male um die eigene Achse drehen –  all die Haare und Rückstände wickeln sich so um den Stab  – und staunend herausziehen ^^

 

17. September

Überlass den Abwasch der Maschine.

Hast du gewusst: Von Hand abwaschen verbraucht mehr Wasser als das Sparprogramm einer Spülmaschine. Die heutigen Spülmaschinen sind so konzipiert, dass ein Vorspülen des Geschirrs zudem unnötig ist. Die Reste vorab mit einer Bürste abzuwischen genügt vollends. Umweltschonende Spülmaschinentabs findest du in Unverpackt- und Bioladengeschäften. Bild: Tracey Hocking

18. September

Wasche ohne Mikroplastik und hautunfreundlichen Bleichmitteln.

Die meisten herkömmliche Waschmittel enthalten synthetische Polymere – flüssiges Mikroplastik – die auf dem Rohstoff Erdöl basieren (Quelle: global2000.at). Ökologische Waschmittelhersteller zeigen, es geht auch ohne. Dazu gehören zum Beispiel: BluuGood SoapsUni Sapon oder Washo Waschstreifen. Das Tolle daran: In Unverpacktläden kannst du ökologische Waschmittel immer wieder nachfüllen. Bild: Abfüllerei Basel

19. September

Filtere die Fasern von synthetischer Kleidung.

Synthetische Textilien sind mit 35% eine der Hauptquellen für Mikroplastikverschmutzung (vgl. z.B. Stop Microwaste): Mit jedem Waschgang einer Fleece-Jacke oder Jogging-Hose gelangen Kunststofffasern ins Abwasser. Etwa 90 Prozent des Mikroplastiks können Schweizer Abwasserreinigungsanlagen [ARA] herausfiltern (vgl. Fachartikel von AWEL Zürich). «Trotzdem tragen Zürcher ARA pro Tag insgesamt 30 Milliarden Teilchen Mikroplastik, umgerechnet 600 Gramm, in das Gewässersystem ein.» In Flüssen und Ozeanen angekommen, lagern die Mikroteilchen Schadstoffe an. Diese landen im Verdauungstrakt von Wasserlebewesen, verursachen Krankheiten oder verstopfen direkt ihre Kiemen (z.B. beim Walhai). Die Lösung: Verzichte wann immer möglich auf Synthetik-Kleidung und Wasche diese mit dem Guppyfriend.

20. September

Weitere Tipps rund ums Putzen und Waschen.

Viele weitere Ecken in deinem Zuhause kannst du mit altbewährten Hausmitteln günstig und umweltfreundlich sauber machen. Hier zeigen wir dir wie. Und bevor du Geld für Putzlappen ausgibst: Hast du alte Baumwoll-Kleider, Bettwäsche, Frottee- oder Geschirrhandtücher, die du nicht mehr brauchst?

21. September

Achte auf die Inhaltsstoffe deiner Kosmetik.

Unter «Beat the Microbead» setzen sich zahlreiche Umweltschutzorganisationen und -verbände verschiedener Länder dafür ein, dass die Beimischung von Mikroplastik in Kosmetikartikeln durch gesetzliche Verordnungen unterbunden wird und die synthetischen Polymere durch natürliche Stoffe ersetzt werden. OceanCare ist seit mehreren Jahren Teil dieser Kampagne und setzt sich für ein gesetzliches Verbot von Mikroplastik in Kosmetik- und Pflegeprodukten ein. OceanCare und Codecheck decken auf, welche Produkte Mikroplastik enthalten (vgl. u.a. diese nicht abschliessende Liste).

22. September

Verwende mineralische Sonnencremes.

Konventionelle Sonnenschutzmittel schützen mit chemischen Filtern vor UV-Strahlung (z.B. Oxybenzone, Octinoxat) und belasten damit nicht nur die Haut, sondern den Wasserkreislauf und -Lebewesen (vgl. z.B. Information von NOAA oder Codecheck). Die Good News: Die Alternativen sind schon da. Mineralische Sonnencremes schützen direkt nach dem Auftragen und sind selbst bei sensibler (Kinder-)Haut verträglich. Du findest sie im Reformhaus, Bio-Geschäften oder online zum Beispiel bei einfachweniger, the sage.ch oder umdenker.ch. Bild: Onela Ymeri

23. September

Teile, tausche, miete – oder nutze was du hast.

Stell dir mit Blick auf dein T-Shirt, Laptop oder Holztisch vor, wie viel Wasser es wohl gebraucht hat, bis die Bio-Baumwolle geerntet, die Elektronikteile fabriziert oder der Sprössling zum Baum heranwuchs. Die Produktion eines T-Shirts schluckt ca. 2000 Liter, ein Laptop ca. 20'000 Liter und auch ein Baum braucht 50-100 Liter sauberes Wasser am Tag. Das Tolle daran: Wir haben schon heute so viele Alternativen zum Neukauf. Hier gibt's Tipps rund ums Teilen, Tauschen und Wiederverwenden. Bild: Reiseuhu

24. September

Kaufe aus zweiter Hand.

Heute ist «Secondhand Day», yay! Diese Übersicht zeigt dir: es gibt heute schon so viele Orte, wo du Dinge aus zweiter Hand kaufen kannst. GreenPick macht dir Anbieter:innen wie 2ndPeak, Rework oder Bia Calina sichtbar, die dir keinen «Ramsch», sondern geprüfte und schöne Einzelstücke weiterverkaufen. Noch als Tipp: Wenn du häufig deinen Stil wechseln magst, ist das Tauschen, Leihen oder Mieten von Kleidung spannend für dich (z.B. beim Walk-In Closet Schweiz). Auch hier gibt es laufend neue Angebote, die du auf GreenPick entdecken kannst.

25. September

Achte beim Kleiderkauf auf die «Veredlung».

«Durch die Färbung und Veredelung von Textilien im Rahmen ihrer Herstellung werden schätzungsweise rund 20 Prozent der weltweiten Wasserverschmutzung verursacht» (vgl. Infografik v. Europäischen Parlament). Demnach braucht die Textilindustrie alleine zum Einfärben von Stoffen weltweit pro Jahr zwischen sechs und neun Billionen Liter Wasser. Wenn du etwas neu kaufen magst: Unterstütze Marken, die dir bezüglich Färbung und Veredelung der Kleidung transparent Auskunft geben (z.B. nach GOTS oder Cradle-to-Cradle-Richtlinien arbeiten). Du kannst auch mal nach ungefärbter Kleidung fragen. Bild: Maite Oñate

26. September

Sei in Nationalpärken umso achtsamer.

Baden unter dem Wasserfall oder gar Canyoning durch den Nationalpark hören sich auf den ersten Moment nach einem unvergesslichen Abenteuer an. Viele Nationalparkgebiete bieten solche touristischen Attraktionen an. Aber ist es schlau, in weltweit einzigartige, geschützte Ökosysteme einzudringen? Gerade Wasserökosysteme reagieren empfindlich auf all die Stoffe, die hunderte Menschen täglich in den Wasserkreislauf bringen können. Verzichte lieber einmal mehr auf «Action» und geniesse den Ort, wie er ist.

27. September

Schätze unseren Hahnenburger.

Wasser ist der beste Durstlöscher. Es enthält keinen Zucker und deckt den Flüssigkeitsbedarf vom Körper optimal. Als Wasserschloss Schweiz sind wir priviliegiert: Unser Trinkwasser ist bisher von hoher Qualität (vgl. Übersicht der SVGW). Im Vergleich zum Mineralwasser, muss Hahnenburger nicht motorisiert transportiert und gekühlt werden. Hahnenburger trinken ist somit klimafreundlicher und das mineralische Quellwasser bleibt in seinem natürlichen Wasserkeislauf erhalten. Bild: Nicolas Ruiz

28. September

Spart Wasser und Geld: Spareinsätze.

Ob Küche oder Bad, mit Spareinsätzen am Wasserhahn verbrauchst du weniger Wasser – und so auch weniger Energie für dessen Erhitzen. Das Tolle daran: Gemäss EnergieSchweiz kannst du mit einem reduzierten Wasserverbrauch rund 112 Franken im Jahr sparen. Bonus: Das Wasser fühlt sich «weicher» an.

29. September

Verzichte auf Chemietoiletten.

Ob im Camper oder Gartenhäuschen: Chemietoiletten sind ein echtes Problem für Kläranlagen, da viele Sanitärzusätze den Reinigungsprozess stören können. Auf Kurztrips besser öfter den Abwassertank leeren und auf Zusätze verzichten. Wenn du viel und länger unterwegs bist, lohnt es sich der Umwelt zuliebe, in eine ökologische Komposttoilette zu investieren. Kompotoi kann dich als Experte zu allen Möglichkeiten beraten. Bild: Kompotoi

30. September

Verwende möglichst kein Streusalz.

Der nächste Winter steht ja schon bald vor der Tür. Was tun gegen vereiste Gehwege? Weniger gut ist Streusalz. Das Salz schädigt Tierpfoten, Pflanzen, Bauwerke und kann ins Grundwasser gelangen. Nimm besser Sand, Kalkstein, Quarzit oder Streumittel (z.B.  mit einem Umweltzeichen wie Blauer Engel). Gutes Schuhwerk mit Profil ist natürlich auch immer von Vorteil. Bild: Ethan Hu

Rückblick: Unsere August-Tipps