1. Mai

Reserviere dir den 27. Mai in der Agenda

Wissen wir tatsächlich schon alles über den Klimawandel? Über die Ursachen? Die Folgen? Und vor allem über die Massnahmen dagegen? –  Am 27. Mai präsentieren und diskutieren über 40 Expert*innen Lösungen gegen den Klimawandel in den Bereichen Einkaufen, Ernährung, Wohnen und Mobilität. Sei online, via Radio Energy oder live auf dem Bundesplatz Bern mit dabei. Hier findest du alle Details zum Programm. Bild: Eliabe Costa

2. Mai

Kennst du deinen eigenen Fussabdruck?

Ob bei der Wahl der Wohnung, des Verkehrsmittels, ob beim Ferienziel oder beim Menüplan – jede deiner Entscheidungen hat auch Folgen für den Ressourcenverbrauch. Kennst du deinen persönlichen Ressourcenverbrauch? Eine Einschätzung dazu hilft dir, deinen Weg in einen klimafreundlicheren Alltag zu gestalten. Der sogenannte ökologische Fussabdruck versucht, den Ressourcenverbrauch in einer verständlichen Zahl wiederzugeben: die Fläche, die benötigt wird, um den Ressourcenbedarf eines Menschen zu decken. Empfehlen können wir dir die Rechner vom WWF.

 

Vorwort zu den folgenden Beispielen

Wir führen diesen Blog unabhängig.

Um Beispiele zu geben, erwähnen wir Unternehmen oder Organisationen. Das tun wir aus Überzeugung. Für Weiterempfehlungen innerhalb des Blogs erhalten wir kein Geld. Kennst du ein Projekt, das du weiterempfehlen magst oder hast einen nachhaltigen Tipp? Schreib uns an hello@greenpick.ch, wir freuen uns von dir zu lesen!

Tipps rund ums achtsame Konsumieren

3. Mai

Nutze, was du hast. 

An vielen Orten werden wir dazu verführt, Dinge spontan zu kaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Was du dagegen tun kannst: Warte ein paar Tage ab, bevor du kaufst und frage dich: Brauche ich das wirklich? Oder könnte ich das, was ich bereits Zuhause habe, auch einfach neu kombinieren (z.B. Kleidung), umstellen (z.B. Möbel), etwas aufwerten (z.B. Wand-Dekoration) und so weiterhin verwenden?

4. Mai

Leihe, miete und teile, was du selten brauchst.

Wie oft brauche ich das? – Viele Dinge nutzen wir nur wenige Male (im Jahr), wie zum Beispiel ein Rasenmäher, die Dachbox für die Ferien oder ein Kleid für einen besonderen Anlass. Für all diese Dinge gilt: Leihen, mieten und Teilen sind die ökologischere sowie günstigere Alternative zum Kaufen. Alltagsgegenstände und mehr findest du zum Beispiel hier: Vermietplattform Sharely, Leihlager Basel, Leihbar Bern, Leihbar Luzern, oder Leihbar Lerchenfeld. Kleider und Accessoires für deine Kleinsten beispielsweise bei Babybox, Miniloop oder OÏoÏ und für dich bei Storytellerdresses, Teil.Style, Share-A-Look oder Walk-in Closet Schweiz. Bild: Daniel Watson

5. Mai

Verschenke oder tausche, was du nicht mehr brauchst.

Du hast bei dir zu Hause ausgemistet, etwas zum Verschenken, aber niemand in deinem direkten Umfeld ist daran interessiert? Dann finde jemanden, dem du eine Freude machen kannst: Zum Beispiel in der Facebook-Gruppe Verschenken Schweiz oder der Online-Plattform Fleedoo ist tauschen nicht nötig, denn hier werden gebrauchte Gegenstände ganz ohne Gegenleistung abgegeben. Hast du etwas mehr Zeit und möchtest neue Kontakte knüpfen? Dann schau mal bei einem Tauschnetz vorbei wie zum Beispiel bei der Ziitbörsa oder tauscheria in der Ostschweiz, beim Luzerner Tauschnetz oder zürich tauscht. Auf der Schweizer Tausch-Plattform Exsila kannst du auch praktisch deinen ganzen Haushalt tauschen. Bild: Deppy Hudson

6. Mai

Nutze Wiederverwendbares und kaufe möglichst unverpackt ein.

Coffee-To-Go Becher, Lunch-Box mit Besteck, Brotsack oder Bienenwachstuch – mit diesen Helferlein kannst du auch ausserhalb vom Homeoffice abfallfrei unterwegs sein. Viele weitere nützlichen Zero-Waste-Produkte für Bad und Haushalt – wie Putzstein, Abwaschseife, Zahnpasta-Drops oder Deo – findest du in regionalen Hof-, Bio- und Unverpacktläden oder online und möglichst plastikfrei bei einfachweniger, loggia16.ch, planetbee.ch, pushngo.chthe sage.ch oder umdenker.ch. In diesen Restaurants gibt es Take-Away in Mehrwegboxen von Recircle. Für wiederverwendbare Biobaumwoll-Masken (GOTS) ist unser Favorit sewed_mask; die Einnahmen werden OneEarthOneOcean gespendet. In einem der kommenden Blogs schauen wir uns auch das Thema Stoffwindeln genauer an.

7. Mai

Mach deine eigene Müllsack-Challenge.

In wie vielen Tagen füllt dein Haushalt einen Müllsack? Béa Johnson, die als Pionierin der Zero-Waste-Bewegung gilt, würde antworten: Unser Müll des letzten Jahres passt in ein Einmachglas (vgl. SRF Reportage). Wir füllen noch einen Sack in 6 Wochen, aber wir machen Fortschritte (früher: in 2 Wochen). Einige Tipps: Obst, Gemüse und weitere Frischwaren findest du verpackungsfrei in Hofläden, auf dem Markt oder kannst sie dir mit Abo nach Hause liefern lassen. Unverpacktläden bieten dir Produkte für Haushalt, Pflege oder die Vorratskammer. «Bitte keine Werbung» als Kleber auf dem Briefkasten hilft auch. Zudem: Trenne Restabfall und bring ihn zum Recyclinghof.

 

8. Mai

Schau mal in einem Repair Café vorbei.

In Repair Cafés kannst du deine defekten Dinge gemeinsam mit Reparaturprofis reparieren. Die kostenlosen Reparaturveranstaltungen bieten die Möglichkeit, etwas gegen den Ressourcenverschleiss, geplante Obsoleszenz und die wachsenden Abfallberge zu unternehmen. Ganz nebenbei wird dein Portemonnaie geschont, du triffst neue Leute und kannst dich bei Kaffee und Kuchen unterhalten. Was 2014 auf Initiative der Stiftung für Konsumentenschutz gestartet ist, hat Erfolg: Es gibt bereits 161 Repair Café in der Schweiz, die unabhängig und ehrenamtlich geführt werden. Bild: Nikolai Chernichenko

 

9. Mai

Wann lohnt es sich, ein Gerät zu ersetzen?

Soll ich den Kühlschrank reparieren lassen oder besser gleich ersetzen? Die hilfreichen Ratgeber auf energyday.ch oder auf der neuen Energieplattform der Stadt Zürich zeigen dir Aspekte auf, welche dir eine solche Entscheidung vereinfachen. Wenn dein kaputtes Gerät z.B. mehr als 10 Jahre alt ist und auf der Energieskale schlecht abschneidet, kann dessen Ersatz durch ein neues, energieeffizientes Modell die ökologischere und günstigere Wahl sein. Vorausgesetzt, du entsorgst das Altgerät fachgerecht auf dem Recyclinghof oder über die Rückgabe beim Händler. Bild: Michael Matlon

 

10. Mai

Orientiere dich an Unternehmen, die ein Produkt nach Gebrauch zurücknehmen.

GreenPick möchte dir lokale KMU und Organisationen mit besonders nachhaltigen Geschäftsmodellen sichtbar machen. Dazu gehören Anbieter, die dir Produkte vermieten, leihen, reparieren. Anbieter, die aus scheinbaren Abfallprodukten Neues kreieren. Oder Anbieter, denen du nach Gebrauch ein Produkt zurückgeben kannst, damit die Rohstoffe in ein neues Produkt einhergehen können. Sie helfen mit, dass weniger Abfall entsteht. Damit du deinen ökologischen Fussabdruck step-by-step verkleinern kannst. Im Februar-Beitrag durften wir schon einige vorstellen. Entdecke hier laufend neue Wandelpionier*innen der Schweizer Kreislaufwirtschaft.

 

11. Mai

Heute ist der Overshoot Day der Schweiz!

«Vom 1. Januar bis zum 11. Mai haben die Einwohner*innen der Schweiz pro Person so viel von der Natur verbraucht, wie der Planet pro Person im ganzen Jahr erneuert.» (Quelle: overshootday.org) Wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie ein*e Durchschnittschweizer*in, wäre heute der Earth Overshoot Day. Das geht aus den ökologischen Fussabdruckberechnungen hervor, die von der Footprint Data FoundationYork University und Global Footprint Network veröffentlicht wurden. Neben politischen Rahmenbedingungen für zum Beispiel eine energieeffizientere Infrastrukutur oder eine regionale Kreislaufwirtschaft können auch wir im Alltag handeln. Über eine regional-saisonale Ernährung, klimafreundlichere Fortbewegung und bewussten Konsum können wir eine Zukunft mitgestalten, in dem wir im Gleichgewicht mit dem regenerativen Budget der Natur sind. Bild: Joshua Rawson-Harris

Tipps rund um die Ernährung

12. Mai

Vermeide Foodwaste und reduziere Ressourcenfresser.

Hast du dir mal überlegt, wie viel CO2-Emmissionen bei der Herstellung der Lebensmittel aufwendet wird, die du gerade zu Hause hast – also vom Anbau, über die Produktion, zum Transport bis hin zur Lagerung in deinem Kühlschrank? Kaffee, Kakao, Butter und Rindfleisch sind die grössten Ressourcen- und Energiefresser (vgl. Übersicht von: foodwaste.ch). Die Infografiken auf foodwaste.ch geben dir Tipps, wie du Lebensmittelabfälle vermeiden kannst. Wenn du doch mal zu viel eingekauft haben solltest: Es gibt inzwischen fast in der ganzen Schweiz öffentlich zugängliche Kühlschränke von Madame Frigo. Yeah! Hilf auch du mit, möglichst viele Lebensmittel vor dem Abfall zu bewahren. Bild: Joshua Hoehne

13. Mai

Setze noch mehr auf eine pflanzliche, biologische, regionale wie saisonale Küche.

Eine gesunde und nachhaltige Ernährung muss nicht kompliziert sein: Du findest immer mehr Bio-, Hof- und Unverpacktläden, welche ihr Sortiment von Bio-Produzent*innen aus der Region beziehen. Gemüse und Früchte kannst du auch als Stadtmensch frisch vom Feld zu dir nach Hause oder in ein Depot liefern lassen. Und praktisch für die Menü-Planung: Die Stiftung für Konsumentenschutz zeigt dir in einer Saisontabelle, welche Gemüse wann genussreif sind.

14. Mai

Kaufe Grillkohle achtsam und unterstütze keinen illegalen Holzschlag.

«Wir haben 21 Holzkohleprodukte von grossen Anbietern unter die Lupe genommen und bei fast jedem zweiten Produkt Holz aus tropischen Wäldern entdeckt.», so Simone Stammbach vom WWF Schweiz zur Schweizer Marktanalyse 2018. Laut WWF enthält Grillkohle oft gar Holz aus illegalem Raubbau. Was es Verbraucher*innen schwer macht: Die Herkunft und Holzart ist bei der Mehrheit der Produkte nicht transparent deklariert. Unser Tipp: Versuche mit Holzkohle und Briketts sparsam umzugehen, kaufe wann immer möglich aus regionalen Quellen oder dann ausschliesslich Produkte mit dem FSC- oder Naturaland-Siegel. Für alle aus der Region Schwyz: Die Oberallmeindkorporation Schwyz OAK bietet nachhaltig produzierte Schweizer Bio Grill-Kohle in Brüöl an. Eine Alternative, wo kein Baum gefällt wird, bietet Oliventrester (z.B. von OlioBric). Bild: Hari Nandakumar

15. Mai

Verzichte möglichst auf Alu-Folie.

Als Tipp für einen klimafreundlichen Alltag von Simone Kobel, Gründerin vom Regenwaldschutzverein Green Boots: «Verzichte möglichst auf Aluminium. Aluminium wird im Regenwald abgebaut und ist extrem energieaufwendig in der Produktion.» Grillieren ohne Alufolie ist easy: Dein Grillgut kannst du einfach auf eine Bratplatte (z.B. aus Speckstein), in eine Grillpfanne oder direkt auf den Rost legen. Und für die Grillkartoffeln? Einfach Kartoffel ohne etwas Drumherum in die Glut legen. Reste vom Grillfest passen wunderbar in wiederverwendbare Boxen oder lassen sich ins Wachstuch einpacken. Und generell gilt: Nutze keine Einweggrills, besser Gas- und Elektro- als Kohlegrills und am meisten CO2-Emmissionen sparst du, wenn du auf regionales und pflanzliches Bio-Grillgut setzt. Bild: Mehrsa Saberi

Rückblick: April-Tipps