5 TIPPS RUND UM
EINE ERNEUERBARE
STROMVERSORGUNG

vom Solarify Team

Bild: Jonas Weibel für Leader-Magazin der Schweizer Kader Organisation SKO.

Woher kommt dein Strom? Wie kannst du sicherstellen, dass du möglichst nur Strom aus erneuerbaren Quellen verbrauchst? Und wie kannst du selber zu mehr erneuerbarer Stromproduktion in der Schweiz beitragen?

Das Team von Solarify macht den Einstieg ins Thema «Erneuerbare Energien» für dich einfach möglich. Hier erhältst du 5 Tipps rund um deine erneuerbare Stromversorgung und erfährst, wie du als Mieter*in oder Hauseigentümer*in ohne grosse Eigen-Investitionen Solar-Stromproduzent*in werden kannst.

Tipp #1

Informiere dich über deinen Strommix.
Vermutlich kannst du wie die allermeisten Verbraucher*innen in der Schweiz nicht auswählen, von wem du deinen Strom geliefert bekommst, sondern bist automatisch an dein lokales Stromversorgungsunternehmen gebunden. Vielleicht kennst du dieses von den Stromrechnungen, die du bezahlen musst. Vielleicht kommst du als Mieter*in aber auch gar nie direkt mit diesen Rechnungen in Kontakt. Die meisten Stromlieferanten bieten verschiedene Stromprodukte an – vom Atomstrom bis zu Öko-Strommixen mit unterschiedlichen Anteilen verschiedener erneuerbarer Energien. Wer als Verbraucher*in keine explizite Wahl trifft, erhält das jeweilige Standard-Produkt – oft in mittlerer Preisklasse und mit mittlerer Öko-Bilanz. Weisst du, welches Produkt du beziehst? Schaue auf der letzten Stromrechnung nach oder erkundige dich bei deiner/m Vermieter*in oder direkt beim lokalen Stromversorgungs-Unternehmen.

Tipp #2

Lass dir zu Hause Ökostrom liefern.
Bei den meisten Stromversorgungsunternehmen kannst du zwischen unterschiedlichen Stromprodukten mit unterschiedlicher Ökobilanz wählen. In der Regel findest du auf der Website des jeweiligen Stromunternehmens detaillierte Informationen zu den verschiedenen Produkten. Das weitverbreitete Gütesiegel naturemade kann dir zusätzlich helfen, die Qualität der verschiedenen Stromprodukte abzuschätzen. Das Siegel «naturemade» steht für klimaschonende Energie aus 100% erneuerbaren Energiequellen. Zertifiziert sind vorwiegend Schweizer Grosswasserkraftwerke. Das Siegel «naturemade star» zeichnet besonders klima- und naturschonend produzierte Energie aus. Diese Ökoenergie stammt aus 100% erneuerbaren Energiequellen wie Wasser, Sonne, Wind und Biomasse und bürgt für die Einhaltung zusätzlicher strenger und umfassender ökologischer Auflagen. Bild Chloé Mg

Tipp #3

Installiere eine eigene Solaranlage, wenn du kannst.
Hast du ein eigenes Haus mit einem Dach, das sich für die Produktion von Solarenergie eignen könnte? Plattformen wie die SolarApp helfen dir, das Solarpotenzial deines Gebäudes und die Wirtschaftlichkeit einer Anlage ganz einfach abzuschätzen. Mit einer eigenen Solaranlage versorgst du dich direkt mit nachhaltiger Energie und bezahlst dafür weniger als für den Strom aus dem Netz. Du bist weniger betroffen von Strompreiserhöhungen und generierst mit dem Einspeisen der Überschussproduktion ins Netz regelmässige Einnahmen. Zudem wirst du vom Bund mit Förderbeiträgen in der Höhe von rund 20% der Gesamtkosten unterstützt und kannst deine Investition in den meisten Kantonen von deinen Steuern abziehen. Nicht zuletzt steigerst du durch die Solaranlage auch den Wert deines Hauses. Idealerweise kombinierst du die Installation einer Solaranlage mit einer ohnehin anstehenden Renovation, mit einem Um- oder Neubau. Zudem kannst du die Installationskosten deutlich senken, wenn du beim Bau der Anlage selber mithilfst. Die Energiewendegenossenschaft hilft dir, unter professioneller Anleitung eine Selbstbau-Anlage zu realisieren. Bild: Bill Mead

Tipp #4

Beziehe Solarstrom von deinem Dach, auch ohne selber zu investieren.
Hast du zwar ein Dach, das sich für die Produktion von Solarenergie eignet, aber nicht genug Ressourcen, um selber in eine Solaranlage zu investieren? Es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, dank derer du dein Dach auch ohne eigenes Kapital für Solarenergie nutzen kannst. Solarify beispielsweise mietet schweizweit geeignete Dächer und installiert und betreibt darauf Solaranlagen. Diese werden über ein Crowdfunding finanziert: Solarify nimmt die Anlage auf deinem Dach in Betrieb, sobald genügend Käufer*innen Solarpanels bestellt haben. Den produzierten Solarstrom verkauft Solarify dir als Dachbesitzer*in sodann günstiger als den Strom aus dem Netz. Die Erträge aus dem Stromverkauf fliessen dabei an die beteiligten Kleininvestoren zurück. Damit ein solches Projekt sich lohnt, braucht dein Dach eine Mindestgrösse von rund 100 m2. Kleinere Anlagen finanziert und installiert zum Beispiel Younergy. Solche Contracting-Modelle werden auch von weiteren Unternehmen angeboten, meist jedoch nur für grössere Dachflächen. Bild: Solarify

Tipp #5

Produziere selber Solarstrom, auch ohne eigenes Dach.
Auch als Mieter*in, ohne geeignetes Dach oder ohne das nötige Geld für eine eigene Solaranlage, kannst du selber Stromproduzent*in werden. Zum Beispiel ermöglicht dir das Crowdfunding-Angebot von Solarify, einzelne Solarpanels auf einem fremden, von Solarify gemieteten Dach, zu kaufen. Gemeinsam mit anderen Panelkäufern finanzierst du so eine Solaranlage, die danach von Solarify als sogenannter «Contractor» installiert und betrieben wird. Den von deinen Panels produzierten Strom verkauft Solarify an die Gebäudenutzern und ins Netz. Die Erträge daraus erhältst du als Produzent*in regelmässig ausbezahlt und erzielst damit sogar einen kleinen Gewinn. – Neben Solarify gibt es auch andere Bürgerbeteiligungsmodelle im Solarbereich. Unter anderem bieten verschiedene Stromversorgungsunternehmen eigene Beteiligungsmodelle an. Und auch lokale Energiegenossenschaften haben in der Schweiz eine lange Tradition. Bild: Solarify

«Die Produktion von Solarenergie ist nicht nur nachhaltiger als zum Beispiel die Produktion von Atom- oder Gaskraft, sondern auch rentabler. Unkompliziert und auch mit relativ kleinen Beträgen kannst du direkt dazu beitragen, dass sich der Solarstromanteil im Schweizer Strommix erhöht und dadurch andere, weniger nachhaltige Stromquellen verdrängt werden.»

Willst du genauer wissen, wie du mit Solarify selber Solarstrom produzieren kannst? Dann schau mal hier vorbei.

Zum Solarify-Netzwerk gehören übrigens bereits über 900 Panelbesitzer*innen, die gemeinsam mit Solarify über 657 Tonnen CO2 einsparen konnten! Solarify durfte sich auch schon im 10vor10 vorstellen. Über Facebook, Instagram und Linkedin kannst du die Projekte von Solarify mitverfolgen und erhältst Einblicke in den Alltag des Berner Startup-Teams.